Zensursula

20. Juni 2009

Wie vor kurzem ja bekannt wurde, haben unsere Damen und Herren Oberpolitiker das “Zugangserschwerungsgesetz” (ein sehr netter Name für Zensur, was?) verabschiedet, mit dem der Zugang zu kinderpornografischen Seiten erschwert werden soll. Gar keine Frage … auch ich bin gegen Kinderpornos. Doch das Gesetz geht in eine falsche Richtung.

1. Diese Sperren können mit dem nötigen technischen Wissen leicht umgangen werden. Wer gezielt nach Kinderpornos sucht, und sich ein bisschen mit PCs auskennt, wird sich auch davon nicht abhalten lassen.

2. Die Übeltäter die hinter diesen Seiten stecken, sollten gezielt verfolgt, ausfindig gemacht und dann verurteilt und die Seiten gelöscht werden, anstatt sie nur “besser zu verstecken”.

3. Von Anfang an hieß es, diese Internetsperren würden ausschließlich auf Kinderpornoseiten angewendet. Nicht mal EINEN TAG nachdem das Gesetz verabschiedet wurde, werden in der Unionsfraktion erste Stimmen laut, das Gesetz auch auf andere Anwendungsgebiete auszuweiten. Thomas Strobl, Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär der CDU in Baden-Württemberg, möchte das Gesetz auch auf sogenannte “Killerspiele” anwenden.

Wollen wir uns mal Artikel 5 des Grundgesetzes ansehen, in dem steht:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Eigentlich eine ganz nette Idee, die Zensur der Medien unter dem Deckmantel des Schutzes der Kinder einzuführen, nicht wahr? Schutz der Kinder -> JA! Zensur? -> NEIN! Ich hoffe, das Bundesverfassungsgericht wird Zensursula einen Riegel vorschieben. Wer weiß, was sonst in Zukunft noch alles zensiert wird… Es kann nicht sein, dass Erwachsenen Bürgern vorgeschrieben wird, welche Informationen ihnen zugänglich sind, und welche nicht. Wir leben nicht in einer Diktatur, sondern in einer Demokratie!

Hier noch ein nettes Video zum Thema:

Nachtrag: Für die Leute, die jetzt mit dem “Argument” kommen, dass es denn “wichtigeres” gäbe, als das was im Internet passiert: Auch wenn ihr es nicht kapiert aber das “draussen, in der realen Welt” ist viel mehr mit dem Internet verbunden, wie Ihr glaubt … Das Internet bedeutet Information. Heute mehr denn je. Und ist Information für Euch nur am PC wichtig? Ist alles andere was so in der “realen Welt” passiert, denn unabhängig vom Internet? Ganz im Gegenteil … wir hängen heutzutage mehr vom Internet ab, als wir denken. Und zwar in einem internationalen Ausmaß. Mit der Sperrung von Internetseiten aus Österreich, die Spiele verkaufen, die bei uns indiziert sind, wird z.B. der EU-weite Handel blockiert, der aber laut EU-Recht garantiert ist! Und wer von Euch hat nicht schon einmal im Internet etwas aus dem Ausland gekauft?

In meinen Augen gibt es nichts, was “wichtiger” oder “unwichtiger” wäre, wenn es um unsere Grundrechte geht. Und ich möchte mal sehen, wenn mal nur eine Woche das Internet ausfällt. Wirtschaftskrise 3.0, wetten?

Nachtrag 2: Gerade eben habe ich folgende Nachricht gelesen:

Die italienische Polizei hat bei einem landesweiten Großeinsatz gegen Kinderpornografie im Internet 14 Verdächtige festgenommen. Gegen 253 weitere Verdächtige seien Ermittlungen eingeleitet worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Die 14 Festgenommenen waren demnach im Besitz von Videos mit besonders gewalttätigen und grausamen Aufnahmen, die teilweise von einem Internetserver in Deutschland stammten. Die Aktion war laut Polizei mit mehr als 300 Hausdurchsuchungen die bisher größte dieser Art in Italien.

Da! Schau, Zensursula. So macht man das. Da muss erst die italienische Polizei kommen, um Verdächtige festzunehmen, die im Besitz von kinderpornografischem Material von Servern aus Deutschland waren! Aus Deutschland! Und was machst Du? Sperrst die Seiten für Otto-Normalbürger (die da sowieso nicht draufgehen, denn die, die drauf wollen, kommen auch rauf) anstatt wirklich was dagegen zu unternehmen. Arme Zensursula. Aber wir wissen es ja. Die Zensur der kinderpornografischen Seiten, ist ja nur ein Vorwand um weitere Zensuren einzuführen. So richtig gegen die Kinderpornografie vorzugehen, war ja nie beabsichtigt, oder? ;)

Zitat zur “Killerspiel”-Diskussion

31. Mai 2009

Kampfbrot: Wenn ich nächsten Winter wieder ein paar dieser potenziellen, jugendlichen Amokläufer seh, die sich gegenseitig mit aus Schnee geformten Handgranatenattrappen beschmeißen, dann ruf ich sofort die Polizei!

Beißende Satire, so wie sie sein muss. In einem Satz alles ausgesagt über die populistischen Forderungen der Politiker “Killerspiele” als einzige Ursache für das austicken einiger Jugendlicher, zu verbieten. Und natürlich tragen soziale Probleme wie die Ausgrenzung in der Familie, Schule etc. sowie Perspektivlosigkeit durch die steigende Arbeitslosenquote, keine Aussichten auf einen Ausbildungsplatz, zu schwache Waffengesetze, Versagen des Staates in der Familienpolitik u.s.w. rein gar nichts dazu bei. Ist schon klar …

Interessant auch die Aussage des Bürgermeisters von Steinen, Rainer König der in einem Bericht der ARD Stellung zu der in seiner Stadt liegenden – unerwünschten – Paintballhalle nimmt:

das einfach hier mit Waffen, sag ich jetzt mal … ääh … Kampfsportarten nachgeahmt werden, und ich sage auch hier ganz klar, wo ist der Beginn und wo ist die Grenze? Und deshalb sollte man eine klare Aussage treffen: Ich bin gegen Paintball.

Eine klare Aussage treffen … schon klar. Natürlich bleibt dem Bürgermeister nichts anderes übrig, als “gegen Paintball” zu sein, wenn man auch weiterhin Bürgermeister bleiben will. Bestehen die Wähler doch aus einer großen Mehrheit von Leuten, die zwar gegen Paintball sind, aber im Grunde keine Ahnung davon haben, was da eigentlich passiert. Genau so wie sie auch keine Ahnung von “Killerspielen” haben, und den Politikern im Fernsehen einfach mal glauben, was die sagen, denn die werden schon wissen wovon sie reden. Sonst wären sie ja nicht Politiker geworden …

1. Man ahmt Kampfsportarten nicht nach, sondern man betreibt sie. Dazu gehören unter anderem auch Fechten, Boxen, Karate, Judo, Ringen und auch die sogenannten “bewaffneten Kampfsportarten” wie Kendo, Wushu, Eskrima und wohl noch unzählige andere. Wieso verbietet man dann nicht auch diese Kampfsportarten?
2. Beim Paintball geht es nicht darum, brutal jemanden abzuschlachten, sondern um ein Gefühl für Taktik, Geschick im Umgang mit der Paintballwaffe und natürlich ist dazu auch körperliche Anstrengung notwendig. Ähnlich ist das bei den Ego-Shootern … verzeiht … “Killerspielen” … nur, dass man dabei vor dem PC sitzt, anstatt sich selbst zu bewegen und aktiv die Waffe zu führen.

Fakt ist: Wer noch nie selbst einen taktisch anspruchsvollen Ego-Shooter wie “Counterstrike”, “Call of Duty” oder auch “Battlefield” gespielt hat, sollte nicht so abwertend darüber reden. Denn Ahnung hat derjenige dann keine. Davon aber reichlich.

Armes Deutschland.

Quelle des Zitats: http://www.german-bash.org/256611

YouTube sperrt Videos mit GEMA-Musik

03. April 2009

So so … hieß es in einer Meldung auf heise.de vom 09.11.2007 noch folgendes:

Pünktlich zum Start des deutschsprachigen YouTube-Angebots weist das Mutterunternehmen Google in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA auf die neuen Freiheiten für deutsche YouTube-Nutzer hin. Die Vereinbarung berechtigt zur Nutzung des Weltrepertoires musikalischer Werke auf der Videoplattform. Dies gilt für den Einsatz von Musikstücken sowohl in Musikvideos als auch in den von Nutzern erstellten Videos. Eine entsprechende Einigung zwischend der GEMA und YouTube hatte sich bereits Mitte des Jahres abgezeichnet.

So lautete es am 31.03.2009 doch irgendwie ganz anders…

Die Verhandlungen zwischen YouTube und der GEMA über eine Verlängerung ihres am heutigen Dienstag auslaufenden Lizenzvertrags zur Nutzung des Repertoires der Musikverwertungsgesellschaft sind vorläufig gescheitert. Nach Angaben der GEMA will die Google-Tochterfirma nun Videos der von der Gesellschaft vertretenen Plattenfirmen auf der deutschen Plattform sperren. Damit bleibt YouTube seiner auch in Großbritannien an den Tag gelegten Linie treu, wo das Webunternehmen seit Anfang März nach dem Auslaufen einer Lizenz der dortigen Verwertungsgesellschaft PRS for Music bereits Musikspots für britische Nutzer blockiert.

Von November 2007 an durfte das Videoportal das GEMA-Repertoire auf Vertragsbasis in Künstlerspots sowie in Beiträgen zeigen, die Nutzer selbst erstellt haben. Die Gespräche über eine Fortführung der Vereinbarung scheiterten nun laut der GEMA vor allem daran, dass YouTube weiter allein eine Pauschalgebühr zahlen will. Die Verwertungsgesellschaft drängt dagegen auf genauere Informationen zu den genutzten Musikwerken und der Anzahl der abgespielten Streams, um “die Angemessenheit der Vergütung” besser beurteilen und die eingenommen Gelder in unbekannter Höhe zielgerichteter an die Urheber und Musikverlage ausschütten zu können. Generell möchte die GEMA eine “angemessene Beteiligung an den Einnahmen und Wertschöpfungen von YouTube erreichen”.

Einen Cent pro angeklicktem Video möchte die GEMA anscheinend. Die Künstler werden ja auch um soooo viel Geld betrogen, wenn man ihre Videos auf einer frei verfügbaren Videoplattform im Internet ansieht. Ja … ist klar. Nur mal folgendes Beispiel:

Wenn ich Musik über’s Internet kaufe, z.B. bei amazon.de, dann höre ich vorher gerne mal rein. Da auf amazon.de die 30 Sekunden Samples in noch dazu sehr schlechter Soundqualität nur unzufriedenstellend sind, tue ich das auf YouTube. So habe ich mich schon des öfteren für den Kauf einer CD entschlossen. Hätte ich die Möglichkeit dazu nicht gehabt, hätte ich mir wohl die CD auch nicht gekauft. Eventuell mal später im Plattenladen, aber auch nur eventuell. So hat YouTube der Verwertungsgesellschaft GEMA auch dazu verholfen, Geld zu verdienen. Und nicht nur der Verwertungsgesellschaft, sondern auch dem Künstler. Und ich bin ja nicht der einzige YouTube-Nutzer …

Wann werden die großen Musikkonzerne endlich erkennen, dass Plattformen wie YouTube eine bessere kostenlose Werbung darstellt, als ihre ständigen Drohungen gegen die eigenen Kunden bzgl. Raubkopien, illegalen Downloads etc.? Wahrscheinlich nie …

The Moody Blues – Nights In White Satin

30. November 2008

Einfach genial…

Jugendschutz in Chat-Communities

29. November 2008

Es ist schon eine Weile her, dass ich diese Diskussion in einer von mir hin und wieder besuchten Chat-Community geführt habe. Lange habe ich überlegt, ob ich diese denn auch veröffentlichen sollte. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass dies notwendig ist. Jedoch habe ich den Chatlog anonymisiert. Ich möchte hier nur mal offen legen wie es mit dem Jugendschutz in manchen dieser Communites aussieht.

Es ging um das Profilbild einer Dame, die doch etwas mehr gezeigt hat, als es für einen Chat ohne Altersbeschränkung (es wird lediglich der Hinweis für Eltern auf der Startseite angezeigt, dass der Chat ab 16 Jahren empfohlen wird) zu empfehlen ist. Sie war nicht nackt. Das gleich mal vorne weg. Aber sie hatte doch ein sehr provokantes Bild hochgeladen, in dem sie in Unterwäsche zu sehen war, und man ihre Brüste doch recht deutlich hervorstechen sah. Ich war der Meinung, dass man gegen solche Profilbilder vorgehen, bzw. sie gar nicht erst freischalten sollte. Denn es gibt einige Benutzer(innen) die solch provokante Bilder in ihrem Profil haben. Daraus ergab sich folgende Diskussion mit einem “Server Operator” … Aber lest selbst.

Server Operator: ein bild haben ist ja nicht generell was schlimmes…. schlimm wirds erst wenn das bild über alles andere dominiert..

Anderer Benutzer #1: naja wie sich manche so dermaßen öffentlich zur Schau stellen find ich auch übertrieben

Ich: Wie bei [zensiert]? Server Operator ;)

Server Operator: da dominiert was anderes

Ich: Ja, etwas was fast aus dem Bild rausspringt

Server Operator: ne eher weiter unten
Server Operator: nein die hatte mit erfolg brustvergrößerung durch handauflegen für 1 € mit geld zurück garantie^^

Ich: Wie auch immer … wenn ich sehe, dass hier 11 und 12-jährige rumlaufen, dann finde ich, sollte es von den Admins so gehandhabt werden, dass solch freizügige Bilder nicht mehr freigeschaltet werden. Egal ob jemand wenigstens noch einen BH anhat, oder nicht. Allein schon aus Gründen des Jugendschutzes.

Server Operator: naja das ist sache der eltern….. eigentlich is der chat ab 16…
Server Operator: bzw sollte es sein

Ich: Ja, das sagen die Verkäufer auch, die den 12-jährigen die Spiele ab 18 verkaufen, nicht?
Ich: Trotzdem haben Sie eine große Verantwortung.

Server Operator: und wie willst du im chat kontrollieren wer 16 ist oder nicht?
Server Operator: es spricht ja grundsätzlich nichts dagegen wenn 12jährige chatten…

Ich: Das kannst Du nicht. Und deswegen sollte man dem vorbeugen, indem man jugendgefährdende Inhalte einfach nicht mehr freischaltet.

Server Operator: unter der aufsicht der eltern… zumindest^^
Server Operator: [zensiert], leider ist die welt so, schau mal nachmittags fernsehen
Server Operator: die haben dann nämlich nichtmal mehr nen bh an

Ich: ach… und weil die Welt so ist, machen wir halt da mal mit. Klar. Als Betreiber eines Chats, der inzwischen ja schon national agiert, hat man aber eben eine gewisse Verantwortung. Und derer sollte man sich stellen. Zu sagen “Ja, die Welt ist halt einfach schlecht.” ist eine Ausrede.

Server Operator: ja, nur leider kann man mit verantwortungsbewusst sein und moral heute kein geld mehr verdienen

Ich: Es geht also um’s Geld verdienen? Da haben wir’s. Und aus ökonomischer Sicht ist es legitim zu sagen “ja, sollen die 12-jährigen halt die Brüste sehen, die da aus dem Bild halb rausspringen, hauptsache sie geben weiterhin Geld für VIP aus” ?
Ich: Diesen Chatlog sollte ich mir mal vorsichtshalber speichern.

Server Operator: genau so ist es, und die rechtfertigung dafür ist, das es im fernsehen (unter staatlicher kontrolle auch gemacht wird)

Ich: schöne Rechtfertigung

Server Operator: die nächste rechtfertigung ist, das du ja wählen kannst ob du das untersützt oder nicht

Weyoun: Ich unterstütze es nicht. Und deshalb hab’ ich auch schon des öfteren an die Jugendschutzbeauftragte von [zensiert] geschrieben, [zensiert]. Immer mit der selben Reaktion: Keine!

Server Operator: reaktionen wirds da schon geben

Ich: Gibt es die?

Server Operator: ich vermute es
Server Operator: ich bin kein admin
Server Operator: ich weiß auch nicht mehr als du

Ich: ja, ich vermute auch, dass die Bibel ein Roman ist, den heutzutage 2 Milliarden Menschen als fundamentalistisches Werk für ihren Glauben betrachten.

Ich: was hat glaube mit kapitalismus zu tun?

Ich: Das hat nix mit Kaptialismus zu tun. Aber Du sagst Du “vermutest” dass da was passiert. Das heißt, Du weißt es nicht.
Ich: Du bist aber ein Serverop, oder? Und als solcher solltest Du (meiner Meinung nach) ein gewisses Verantwortungsbewusstsein haben, oder?

Anderer Benutzer #2: um was gehts hier eigentlich?

Server Operator: als polizist kann man aber auch keine gesetze ändern

Ich: Man kann sie aber durchsetzen, oder?

Server Operator: aber nicht gegen die regierung

Ich: Und die Regierung von [zensiert] sagt “Jaaaa, her mit den halbnackten Bildern. Das bringt Geld!” ?

Anderer Benutzer #3: Anderer Benutzer #2: einfach nur zugucken;D

Ich: Also dann bleibt Dir doch eine gewisse Handlungsfreiheit.

Anderer Benutzer #2: nuja [zensiert] solangs keine minderjährigen sind

Anderer Benutzer #1: nimm doch ned alles gar so ernst [zensiert]

Ich: Aber solange es die Minderjährigen die hier angemeldet sind, sehen können? Anderer Benutzer #2

Server Operator: solang der user über 18 ist… was will man groß machen….
Server Operator: [zensiert], du solltest dir lieber um die leute gedanken machen von denen du öffentlich nichts mitbekommst

Anderer Benutzer #2: naja aber empfohlen wird der chat ab 16 [zensiert] da solltn dann die eltern dahinter sein meinst du nicht?

Ich: Dazu hab’ ich mich bereits geäußert. Anderer Benutzer #2

Anderer Benutzer #2: haja ok
Anderer Benutzer #2: tschuldigung das ich nicht da wahr

Ich: Ich muß jetzt sowieso kurz weg … afk

Server Operator: letzendlich ist es aber so, [zensiert]: solang die nutzer unter 18 sind, fällt es in den verantwortungsbereich der eltern

Am besten finde ich dabei noch diesen Satz: “ja, nur leider kann man mit verantwortungsbewusst sein und moral heute kein geld mehr verdienen” … Das sagt doch bereits alles. Ich kann natürlich nicht sagen, ob dieser Server Operator nur für sich spricht, oder auch für den Betreiber dieser Community. Das will ich auch gar nicht, denn das kann ich nicht beurteilen. Aber auf jeden Fall sollte jemand, der eine solche Meinung vertritt, nicht mehr länger Server Operator sein.

Auch dazu sagen muss ich, dass “Anderer Benutzer #2″ ebenfalls Server Operator ist. Die Behauptung “da solltn dann die eltern dahinter sein” ist für mich ehrlich gesagt unhaltbar. Richtig wäre diese Aussage, wenn der Betreiber des Chats von seiner Seite her bereits alles dafür tun würde, was in seiner Macht steht, dass auch wirklich nur 16-jährige in den Chat kommen. Wie z.B. die Angabe der Personalausweisnummer bei der Registrierung etc. Dann hätte der Betreiber wirklich die Vorkehrungen getroffen, die man von ihm erwarten kann. Führt er aber gar keine Alterskontrollen durch, dann fällt die Verantwortung teilweise auch auf ihn, und nicht nur auf die Eltern. Denn wenn sich ein Jugendlicher mit einem von einem Elternteil geliehenem Personalausweis registriert, dann kann der Betreiber nichts dafür. Lässt er aber gänzlich ohne jede Kontrolle Minderjährige in das Chat-System (ich habe dort schon neun- und zehnjährige gesehen…) dann hat er meiner Meinung nach dafür zu sorgen, dass solche Bilder (und selbst wenn man nur den BH einer Dame sieht) dort nicht öffentlich einsehbar sind, bzw. erst gar nicht auftauchen.

Aber wie ja bereits oben schon von dem ServerOp erwähnt: “ja, nur leider kann man mit verantwortungsbewusst sein und moral heute kein geld mehr verdienen” …

Neues Buch, neuer Duft …

15. November 2008

Kennt ihr das? Ihr lest ein Buch zu Ende, ihr kennt seinen Duft, seinen Geruch schon in- und auswendig. Ihr lest die letzten Zeilen, denkt noch einmal über die Geschichte nach, urteilt über das Buch. War es gut? Hatte es langatmige Stellen? Oder war es ganz und gar langweilig? Bei letzterem habt Ihr es wahrscheinlich gar nicht bis zum Schluss gelesen. Ich persönlich bevorzuge es, ein Buch immer zu Ende zu lesen. Selbst wenn es mich langweilt. Das ist aber bis jetzt noch nicht oft vorgekommen. Ihr schlagt es zu, und stellt es zurück in’s Bücherregal.

Dann der große Augenblick. Welches Buch lese ich als nächstes? Schließlich ist das eine schwerwiegende Entscheidung. Ich kaufe Bücher immer schon im Voraus. Also während ich eines lese, kaufe ich meist schon zwei oder drei neue. So kann es nie passieren, dass ich mal gerade nix zu lesen habe. Aber so ein Buch liest sich ja auch nicht von heute auf morgen. Liest man lieber ein etwas dickeres Buch als nächstes, oder doch zuerst ein nicht so dickes? Was, wenn sich herausstellt, dass das dicke Buch dann doch langweilig ist? Einfach ungelesen wieder weglegen? Hmm… nein. Parallel dazu ein anderes lesen? Geht zwar, man muss aber konzentriert bei der Sache bleiben, um die Geschichten innerlich nicht miteinander zu vermischen.

Hat man sich dann endlich für ein neues Buch entschieden, und schlägt es das erste mal auf, dann ist das in etwa so wie wenn man bei einem neu gekauften Auto die Tür das erste mal öffnet, und man den Geruch des Innenraums zum ersten mal in der Nase verspürt. Der Duft der bedruckten Seiten steigt einem in die Nase. Ich persönlich schnuppere auch oft daran. Dabei habe ich das Gefühl, jedes Buch hätte seinen eigenen Duft. Seinen eigenen Charakter, den man nicht mehr vergisst, wenn man es einmal in der Hand hatte. Man kann auch an den Seiten fühlen. Sind sie aus eher dünnem und glattem Papier, oder doch etwas dicker und rauher?! Auch das trägt zum Charakter eines Buches bei. Wie schwer ist es? Liegt es gut in der Hand? Lassen sich die Seiten leicht umblättern oder kleben sie zu oft aneinander und lassen sich nur schwer trennen?

Dann der wichtigste Teil … wie geht die Geschichte los? Wirft einen der Autor direkt in ein hektisches Geschehen, bei dessen Lesung die Herzfrequenz bereits ansteigt? Oder geht das Ganze eher ruhig und gelassen mit der Vorstellung einiger Charaktere los? Hat das Buch ein Vorwort? Endlose Danksagungen (die meiner Meinung nach an das Ende eines Buches gehören, und nicht an den Anfang, Herr Brown …)? Hat man dann die ersten zwei bis drei Seiten gelesen, befindet man sich bereits mitten in der Geschichte. Man fühlt, lacht, weint oder fiebert mit den Haupt- und Nebendarstellern. Macht sich seine eigenen Vorstellungen vom Geschehen. Bis zum nächsten Buch.

Ich liebe Bücher! :)

Tatort: Kino

09. November 2008

Ja … mal wieder – wie so oft – war ich im Kino. In welchem Film fragt Ihr? “Eagle Eye” mit Shia LaBeouf. Ein guter Film, der zwar nichts besonderes ist, aber durchaus Unterhaltungswert besitzt. Realismus? Fehlanzeige. Botschaft? Sehr wichtig -> steigender Überwachungswahn ist nicht gut für unsere Gesellschaft. Gut … das ist Gangsta-Hip Hop mit seinen stetigen Tritten nach altbewährten Werten auch nicht, aber das ist ein anderes Thema. Oder doch nicht?

Sagen wir’s mal so: Ich möchte hier keine Kritik über den Film abgeben. Kritiken schreibe ich zu Filmen nur, wenn sie

a) besonders herausragend, oder
b) besonders schlecht

waren. “Eagle Eye” ist keins von beiden. Ein durchschnittlicher Film mit zwei sehr guten Hauptdarstellern, dem es an nötigem Realismus fehlt um gänzlich zu überzeugen. Mehr will ich dazu nicht sagen. Der eigentliche Grund, warum ich diesen Blog-Eintrag schreibe, ist ein Pärchen (warum schreibt man eigentlich nicht “Päärchen” – es kommt doch von “Paar” … hmm…) das mich echt zutiefst genervt hat.

Er: Gangsta
Sie: Gangsta-Biatch im Schlafanzug

Ja… im Schlafanzug! Sie hatte etwas an, was wirklich nach Schlafanzug aussah. Anders kann man das nicht definieren. Jedenfalls hab’ ich die schon im Foyer gesehen. Die Frau mit dem Schlafanzug stach so aus der Masse “straßentauglich” gekleideter Menschen heraus. Sie decken sich ein mit folgenden, dem Filmgeniesser den Film versauenden Zutaten:

- 2 x Beck’s Gold
- 1 x Nachos mit Dip
- 1 x große Cola

Ich denke mir “Hoffentlich sitzen die nicht mit uns im selben Kino…”. Wie kommt es? Sie sitzen im selben Kino, und das auch noch zwei Plätze neben mir. Hmpf … Okay. Anfangs kein Problem. Nachdem wir uns über den Berg Popcorn den der Dussel vor uns über drei Reihen Sitzplätze verteilt hat, gekämpft haben, setzen wir uns. Der Kinosaal sieht vor dem Film schon wieder dreckiger aus, als bei mancher Vorstellung danach. Tolle Leistung, Dumpfbacke. 5-6 € für das Popcorn bezahlt, und dann die Hälfte davon ausgeschüttet. Klasse. Aber so wie’s aussieht, wurde sowieso nicht richtig sauber gemacht. Blick zum Pärchen aus dem Foyer: Sie scheinen sich ruhig zu verhalten und auch nicht all zu laut zu quatschen. Aus dem Cola-Becher wird nicht gezuzelt … passt. Der Vorhang fällt, der Film geht los. Und damit auch das “Nachos-mit-offenem-Mund-gekaue” … argh … Es gibt nichts schlimmeres als Leute die Chips essen, und das mit offenem Mund. Im Kino!! Naja… das war noch zu verschmerzen. Ich konzentriere mich auf den Film und überhöre die Schmatzgeräusche. Bierdeckel poppen auf, aus dem Cola-Becher wird gezuzelt. Der leere Behälter in dem die Chips (inkl. Salsa-Dip) aufbewahrt wurden, wird auf den Stuhl zwischen mir und der Schlafanzugfrau gestellt. Es riecht nach Dip. Noch erträglich. Das Bier ist ausgetrunken, die Flaschen fliegen unter den Sessel, der Cola-Becher ist auch ausgezuzelt und gesellt sich zu dem Nachobehälter. Das Schlimmste scheint überstanden. Das Schlimmste? Neihein … es kommt noch schlimmer …

Beide ziehen ihre Schuhe aus, und plötzlich mieft es nach Socken die seit vier Wochen nicht mehr gewechselt wurden. Igitt … Von da an hab’ ich mir abwechselnd die Nase mal zu- und mal die Hand vorgehalten um den miefenden Gestank, der selbst den Salsa-Dip übertünchte, durch den meiner Hautcreme zu ersetzen, die ich mir nach dem Duschen in’s Gesicht geschmiert hab’. Es war einfach widerlich. So ein richtig säuerlicher Gestank. kotz

Bei der Hälfte des Films verlassen beide den Saal. Innerlicher Jubel vor Freude. Endlich wieder frische Luft. Ein kurzer Blick im Dunkeln auf die Plätze der Beiden. Das Schlafanzugoberteil und seine Fellkragenjacke liegen noch da. Mist. Sie kommen also wieder. 3 Minuten später der erneute Auftritt der Miefsockenbande. Sie haben ihre Schuhe an, weil sie draußen beim Rauchen waren. Ein kurzer Keim der Hoffnung, sie würden sie anbehalten, blüht in mir auf. Fehlanzeige. Kaum haben sie sich gesetzt … Schuhe aus. Natürlich. Also wieder Hand vorhalten. Für den Rest des Films.

Sehr gut. Langsam verstehe ich, warum immer weniger Leute in’s Kino gehen. Horrende Preise für durchschnittliche Filme und immer wieder diese nervenden Leute, die es auf’s Beste verstehen, einem den Film zu versauen. Und was noch dazu kommt: “Gehen Sie in’s Kino. Dafür werden Filme gemacht.”-Propaganda von filmbefreier.de die dem ehrlichen Kinogänger und Tschechei-billig-Raubkopie-Verweigerer noch suggerieren soll: “Raubkopierer sind Verbrecher! Zahl gefälligst die 9 € für die verdreckten Kinosäle (warum nicht “Kinosääle” – kommt doch von “Saal” … hmm…), die nervenden Sitznachbarn und muck Dich gefälligst nicht auf, ja? Du bist Schuld, dass unser Umsatz sinkt und wir uns keine teuren 7er BMWs mehr kaufen können.” …

Ja … Kino macht Spaß. Heimkino mit passender 5.1 Dolby Surround Anlage, fehlender Miefsockenbande und geräuschlosen Mitguckern die nicht ihr ganzes Popcorn über Deinem Wohnzimmerteppich verteilen noch mehr.

EU plant totale Überwachung digitaler Spuren der Bürger

11. September 2008

Der von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einberufenen “Zukunftsgruppe” zur Brüsseler Innenpolitik schwebt laut Statewatch vor, Sicherheitsbehörden uneingeschränkte Befugnisse zum Sammeln und Auswerten riesiger Datenmengen aus dem täglichen Leben der Bürger zu geben. Jeder Gegenstand, den ein Individuum nutze, jede Transaktion und jeder Schritt erzeuge einen detaillierten digitalen Eintrag in Datenbanken, zitieren die britischen Bürgerrechtler aus EU-Papieren für den künftigen Fünfjahresplan für die Sicherheitspolitik. “Dies wird einen Reichtum an Informationen für Sicherheitsorganisationen generieren und riesige Möglichkeiten für effektivere und produktivere Bemühungen um die öffentliche Sicherheit schaffen.” Laut Statewatch droht so die Privatsphäre von dem in Brüssel ausgemachten “digitalen Tsunami” fortgespült zu werden.

Die Bürgerrechtler haben in einer Analyse verschiedener Berichte für das geplante “Stockholmer Programm” herausgearbeitet, dass das Prinzip, nach dem verfügbare Daten für Belange der Sicherheitsbehörden genutzt werden, künftig durch einen Ansatz der “Konvergenz” auch von Datenbanksystemen der Strafverfolger und Geheimdienste sowie von Abhöreinrichtungen ergänzt werden soll. Zudem schwebe der “Future Group” vor, die Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit ebenfalls weiter zu verwischen und einen “gemeinsamen Kooperationsraum” mit den USA zu bilden. Nur eine ausführliche öffentliche Debatte könne die Verwandlung der EU in eine Überwachungsgesellschaft und ein autoritäres Staatengebilde noch verhindern.

Auf Deutsch heißt das: Alles was ihr tut, wird aufgezeichnet und auch ausgewertet. Jedenfalls alles, was digitale Spuren hinterlässt. Ihr überweist Geld? Wird aufgezeichnet. Ihr surft im Internet? Wird aufgezeichnet. Ihr bestellt vielleicht noch was im Internet? Wird aufgezeichnet. Ihr kauft im Supermarkt ein, und bezahlt mit der EC-Karte? Wird aufgezeichnet. Ihr führt einen Blog, in dem ihr Euch kritisch über den Staat und sein Tun äußert? Wird aufgezeichnet. All dies wird dann auch ausgewertet und vermutlich gegen Euch eingesetzt. Alles unter dem Deckmantel des Terrorismus. Nun frage ich mich … welcher Terrorismus?

Leute, wacht auf! Das hier sind keine Verschwörungstheorien oder dergleichen. Es ist die Realität! Traurig aber wahr. Wer es immer noch nicht glauben möchte, der liest bitte mal die Zusammenfassung von 1984 von Goerge Orwell. Ich weiß, lesen ist nicht die größte Stärke der heutigen Jugend. Aber versucht es zumindest mal, ja?

Wie offensichtlich soll es denn noch werden, damit ihr es glaubt? Mal ganz ehrlich. Was denkt Ihr Euch bei solchen Meldungen? Das würde mich mal interessieren.

Quelle: heise.de

YouTube Links zu Metallicas neuem Album “Death Magnetic”

09. September 2008

Hier mal eine Sammlung von YouTube Links zum neuen Metallica Album “Death Magnetic”. Daneben eine persönliche Wertung von mir.

1. That Was Just Your Life (7:09) [5/5]
2. The End Of The Line
3. Broken, Beat & Scarred (6:25) [5/5]
4. The Day That Never Comes (+ offizielles Video) (8:32) [5/5] für’s Lied, [2/5] für das Video
5. All Nightmare Long (7:58) [6/5]
6. Cyanide (6:38, vorläufige Live-Version, keine Studioaufnahme) [5/5]
7. The Unforgiven III (7:42) [4/5]
8. The Judas Kiss (8:00) [6/5]
9. Suicide & Redemption (Instrumental) (9:54) [6/5]
10. My Apocalypse (5:01) [5/5]

Legende:

[1/5] = Sehr schlecht
[2/5] = Schlecht
[3/5] = Geht so
[4/5] = Gut
[5/5] = Yeah!
[6/5] = Das geilste Lied auf dem Album!!!! Hammer!!

Fazit: Das neue Album wird der Hammer!!! Death Magnetic hört sich an wie eine Mischung aus dem Besten vom Besten aus 25 Jahren Metallica! Mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen. Bin zu beschäftigt damit, mir dieses geile Zeugs da anzuhören! :D

Von “The End Of The Line” gibt es leider noch nichts auf YouTube. Aber ich hab’ ich schon das Intro gehört und es hört sich so an, als gehöre es zum Album “Master Of Puppets” dazu! Wie auch viele der anderen Lieder eine sehr gute Mischung aus den besten Alben darstellen. Einfach geil. ;)

Datenschutzbewusstsein der Bürger

04. September 2008

Momentan ist ja überall die Rede vom Datenmissbrauch mancher Firmen und teils auch Privatleuten in der Bundesrepublik Deutschland. Darauf will ich jetzt auch gar nicht näher eingehen, denn das kann man derzeit überall in den Nachrichten verfolgen. Was ich aber sagen möchte, ist folgendes. Mich wundert es ganz und gar nicht, dass Firmen so unseriös mit sensiblen Daten umgehen, fängt das Datenschutzbewusstsein doch schon bei jedem einzelnen von uns an. Wenn wir selbst nicht auf unsere Daten (oder die anderer) achten, warum sollten es dann “die Großen” tun? Hier mal zwei Beispiele:

Beispiel 1: Ein “Bekannter” von mir hat einen Laptop im Internet ersteigert. Die Festplatte des Laptops war partitioniert in zwei Teile. Der Teil der Partition, den Windows als “C:” bezeichnen würde, war formatiert. “D:” jedoch nicht. Darauf befand sich sogar noch ein Windows xp Betriebssystem. Voll einsatzfähig und natürlich mit gültiger Seriennummer. Außerdem – und das ist das wirklich schlimme, meiner Meinung nach – eine ganze Reihe persönlicher Daten von Patienten. Der Typ von dem mein Bekannter den Laptop ersteigert hatte, ist Arzt. Er fand Name, Adresse, Telefonnummer, Versicherungsnummer, u.s.w.u.s.f. Was sagt man dazu? Im schlimmsten Falle hätte der Arzt jetzt eine gültige Seriennummer von xp “verschenkt” und hunderte Patientendaten noch dazu. Mein Bekannter entschloss sich stattdessen dazu, die Partition zu formatieren und anschließend die Platte neu zu partitionieren. Tja … da hatten die Patienten nochmal Glück, was?

Beispiel 2: Ich habe noch einen Bekannten, der in einer Firma arbeitet, deren Chef alte Festplatten von ausrangierten Computern auf den Wertstoffhof gebracht hat. Er war zufälligerweise auch auf dem Wertstoffhof und hat ihn dabei beobachtet. Bei der Gelegenheit und der Aussicht günstig an noch funktionierende Festplatten zu kommen, fragte er seinen Chef ob diese denn technisch in Ordnung wären. Dieser bejate die Frage, und fügte noch eine Gegenfrage hinzu. Nämlich “Warum?”. “Weil ich ein paar davon gebrauchen könnte, wenn Sie nichts dagegen haben.” antwortete mein Bekannter. “Kein Problem, die musst Du aber vorher noch formatieren, bevor Du sie verwendest, ja?” meinte sein Chef darauf. Er nahm also ein paar Festplatten mit nach Hause und probierte sie aus. Er fand sensible Daten ALLER seiner Kollegen inkl. Abrechnungsdaten etc. darauf.

Tja… So einfach ist es also an sensible Daten zu kommen. Da muss man nicht erst Datensätze von Firmen aufkaufen, die Datenbanken mit 72 Millionen Bundesbürgern beinhalten. Datenschutz fängt bei jedem von uns selbst an. Man sollte auch nicht all zu viele Informationen über sich im Internet preisgeben. Leider zwingen uns einige Gesetze sogar dazu. Zum Beispiel muss auf jeder Internetseite zwingend im Impressum Name, Anschrift, eMail Adresse und bei gewerblichen Seiten sogar die Telefonnummer mit angegeben werden. Für sogenannte “Robots” (Programme, die das Internet nach bestimmten Inhalten absuchen) ist es also nun kein Problem mehr, hunderttausende oder sogar vielleicht Millionen von Adressdaten buchstäblich “aus dem Netz zu fischen”…